Ridersblog von Wolfi #53

Blogs der Saison 2017

Rennbericht IRRC Hengelo

Nach einem langen und schwierigen Winter haben wir es doch noch geschafft in der Supersport Klasse der IRRC anzutreten. Nachdem einige Sponsoren abgesprungen sind wollten wir für 2017 etwas kürzer treten, aber den Plan verschoben wir dann kurzerhand und stemmen nun doch die komplette Saison IRRC.

Ohne jeglichen Vorsaisontest ging es für mich auf die niederländische Strecke Hengelo. Ein Kurs der nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählt und auf dem ich in den vergangenen Jahren selten Glück hatte. Ein komplett neuer Asphalt machte es bereits vormittags sehr angenehm zu fahren.

Im ersten Quali wollten wir ein paar Sachen probieren und einfach schauen wie sich alles verhält. Die Platzierung weiß ich gar nicht mehr :D

Für das entscheidende mittägliche Zeittraining hatten wir uns nochmal versucht optimal aufzustellen. Es gelang mir eigentlich recht passabel und ich konnte „Daisy“ auf P7 stellen, in Schlagweite zu P5.

Rennen 1: Da wir im Quali 2 beim späten harten anbremsen ein paar Unruhen im Fahrwerk hatten änderten wir einiges am Fahrwerks Set Up. Klar birgt das ein Risiko aber wir mussten es probieren. Mein Start war nicht sehr gut und ich musste mir schnell irgendeine Lücke suchen um nicht den Anschluss zu verpassen. Es entstand eine 5 Mann Gruppe um Platz 5. Ich konnte gut mithalten und hatte auf der Bremse Vorteile. Leider kamen ab Rennmitte starke Unterarmschmerzen und ich konnte nicht mehr weiter angreifen, brachte aber P8 nach Hause.

Rennen 2: Wieder pokerten wir mit dem Motorrad Set Up und es sollte doch wieder belohnt werden. Mein Start war recht gut, lediglich in der ersten Kurve wurde ich etwas eingeklemmt und hatte dann den falschen Gang eingelegt. Aber ich konnte von Beginn bis Rennende eine ordentliche Pace (vor 2 Jahren hätte ich damit um den Sieg fahren können; letztes Jahr ums Podium) gehen. Schlussendlich stand P6 auf dem Ergebnisszettel. Somit sind wir in der Meisterschaft auf Gesamtrang 6 und mit den meisten nächsten Strecken komme ich sehr gut zu recht.

Nun aber geht es erst einmal zu den 300 Kurven von Gustav Havel auf einer meiner Lieblingsstrecken im tschechischen Horice. Dies zählt nicht zur Meisterschaft der IRRC.

Vielen Dank an euch alle und wir werden weiter hart arbeiten und Erfolg haben.

 

All or nothing #53

 

Stay tuned,  Wolfi

Blogs der Saison 2016

Rennbericht CZRR Horice

Nur wenige Tage nach dem heftigen Sturz in Oss stand mein erstes Saisonhighlight auf dem Programm- die 300 Kurven des Gustav Havel. Ich weiß das ich auf meiner Lieblingsstrecke schnell sein kann aber mit den körperlichen Vorraussetzungen wird es verdammt harte arbeit und gegebenenfalls müssen wir entweder nach den Trainings die weiße Fahne wehen oder uns eben mit einem Platz 10 begnügen.

Aber das war mir und meinen ansprüchen natürlich nicht genug. Wir hatten bestes Wetter und die Strecke war mehr als optmial vorbereitet. Im ersten Zeittraining kam ich gut zurecht, war aber nicht sehr zufrieden- im Gegensatz zum Rest des Teams. Denn wir waren bis zur letzten Trainingsminute auf Platz 3! Davon wusste ich aber nichts und wollte es auch nicht wissen. Schließlich gibt es noch ein Zeittraining und darauf musste ich mich konzentrieren. Auch war mir da schon klar das es nach 5/ 6 Runden sehr sehr hart werden würde im Rennen mitzufahren, dieses ging schließlich über 11! Rennrunden. Für das entscheidende Quali änderten wir nicht sehr viel. Ich versuchte als letzter auf die Strecke zu kommen, mich "einzufahren" und dann evtl an einen der Spitzenfahrer dran zu hängen. Meine Taktik ging nicht recht auf, denn schon schnell kam ich an langsame Fahrer und musste diese überholen, ehe dann auf einmal kurz vor Start und Ziel in meinem Cockpit kein Instrument mehr ging. Ein paar Kurven später dann endete mein Quali vorzeitig- der Regler für den Generator war durchgebrannt und somit hatte ich auch keine Batteriespannung mehr. Ich war zum zusehen verdammt. Ein Konkurrent nach dem anderen zog an mir vorbei und somit rutschte ich auf den Startplatz 8 ab. Klar besser als wir uns das im Vorfeld gedacht hatten aber ich war doch enttäuscht denn ich hätte die Zeit des Viertplatzierten auch fahren können. Alles deprimiert sein half nun nichts- wir mussten das Ersatzteil organisieren und zum Glück habe ich inzwischen in Tschechien sehr sehr viele Freunde und Bekannte, somit hatten wir das Teil für das Rennen organisieren können. Daisy stand optimal vorbereitet in der kräftigen Sonne des böhmischen Horice. Sie war bereit und ich war es ebenfalls. Die altgewohnte leichte Nervosität vor dem Rennstart war zurück, ich war bereit alles zu geben und den großen Traum einer Top Platzierung einzufahren. Alle automatismen griffen, eine nach der anderen. Den Start erwischte ich recht passabel, aber auch die anderen waren sehr überrascht das die Rotphase sehr sehr kurz war. Egal, ich hielt die ersten Kurven sofort rein, das Gefühl war da, das Gefühl heute gelingt dir das. Bereits am Ende der ersten Runde war ich am Platz 5 dran, diesen holte ich mir auch gleich in der ersten Kurve der zweiten Rennrunde. Die Fahrer vor mir waren noch nicht so weit weg und ich konnte den Abstand konstant halten. Doch zu meinem bedauern konnten die etwas schneller fahren und ich brauchte nach 5 Runden eine kurze Verschnaufpause ehe ich dann wieder schneller fahren konnte. Jede einzelne Runde kam mir wie eine ewigkeit vor und das Rennen schien immer länger zu werden. Inzwischen konnte ich mich von meinen Verfolgern absetzen und getrieben von meinem Team sah ich das ich stark auf den Fahrer vor mir aufholte. 2 Runden noch zu gehen und ich war eigentlich schon körperlich sehr am Ende, zwang ich mich auf den Geraden zu entspannen und tief zu Atmen. Das half mir doch sehr und ich konnte nahezu die Lücke schließen, aber dann kam schon die Schwarz/Weiße Zielflagge. Platz 5 in diesem Rennen, meine schnellste Runde ever dort gefahren und das in der letzten!! Rennrunde. Ich konnte es nicht glauben, ich war so erleichtert und froh darüber. Ich habe jeden Einzelnen Glückwunsch genossen, das Bad in der Menge auf der Auslaufrunde. All das entschädigt für die Strapatzen und Schmerzen bis dahin. 30000 Zuschauer Jubeln dir zu, geben dir das unbesschreibliche Gefühl wie es ist einer der verehrten Stars zu sein. Es lässt sich nicht beschreiben und während ich diese Zeilen schreibe stellen sich mir die Haare, Gänsehaut und das leuchten in den Augen. Das Gefühl ist zurück, nein der Wolf (i) und das gesamte Team Schuster Road Racing sind zurück!

Auch muss ich mich bei allen!!! Bedanken. Egal wer es war oder was er/ sie getan hat, angefangen vom Motor aufbauen über das Einkaufen der Lebensmittel oder einen Umweg zu fahren um Reifen zu holen oder im Vorfeld eine Massage zu geben oder einfach nur mit Worten die einem Kraft geben und das Gefühl geben, ja hinter mir steht ein Heer an Menschen, an vertrauten Menschen!

Ihr alle wart und seit Klasse und somit mehr als nur ein Teil an diesem Erfolg!

 

Danke euer Wolfi  

Rennbericht IRRC Oss

Es waren schwere Tage zwischen dem Rennen in Hengelo und Oss. Keiner wusste so Recht was nun war und wie es dann erst Recht weiter gehen würde. Hand in Hand mit der Werkstatt konnten wir den Fehler finden und auch beseitigen. Einige Spät- und sogar Nachtschichten lagen hinter uns. Und jetzt stand auch noch Oss vor der Türe- eine Strecke mit der ich nicht warm wurde in den letzten Jahren oder sagen wir es eher so, meine Hassstrecke Nummer 1!  Alles rumlamentieren hilft nicht, wenn man eine Meisterschaft ordentlich bestreiten will muss man auch auf so Strecken schnell sein.

Erstaunlicherweiße lief es in den Qualis relativ gut und wir konnen den Startplatz 12 rausfahren. Ich war allerdings alles andere als zufrieden, denn beim Anbremsen sowie dem Kurveneingang verlor ich viel zu viel Zeit. Beim technical debrief besprochen wir wie wir uns für die Rennen aufstellen wollten, mit zum Teil Änderungen die auch stark in die falsche Richtung hätten gehen können. Puh, aber vom Start weg hatte ich ein super Gefühl und ich konnte gleich in einer Gruppe mitfahren die bis Platz 6 ging. Ich hielt mich am Ende der Gruppe auf um zu beobachten, als allerdings der Fahrer vor mir sich verbremste musste ich die Einladung annehmen und schlüpfte auf P8. Ich sah das der Fahrer vor mir doch einiges langsamer fuhr als ich, also wollte ich ihn mir schnell zurecht legen- etwas zu schnell. Ich verpasste meinen Einlenkpunkt um etwa 0,5 Meter, dadurch kam ich zu weit nach außen und erwischte die Bodenwelle am Ausgang in zu großer Schräglage. Kurz dachte ich ich kann den Sturz noch verhindern aber schon im nächsten Moment bekam ich keine Luft mehr weil ich doch mit dem Brustkorb irgendwo sehr hart eingeschlagen bin. Zu allem kam noch hinzu das Daisy sich netter weiße gedacht hat sie legt sich auf mich um ihr Kleidchen nicht zu sehr zu verkratzen... :D

Tja, das war das Rennen dann für mich. Beim Rennarzt noch vorbei- soweit OK meinte er, freigabe für das zweite Rennen habe ich also. Daisy war nicht sehr beschädigt, dafür aber ich. So einen harten Sturz musste ich schon sehr lange nicht mehr einstecken. Ich sah mich überall nur nicht auf dem Motorrad für Rennen 2. Aber wir sind beim Road Racing und nicht bei einer Fußballveranstaltung. Somit schwang ich mich ins Leder und stellte Daisy an den Start. Leider nur für 2 Runden, denn dann brach mir eine Fußraste ab und ich musste aufgeben. Nun, es war wohl besser so.

Leider ist der Zug in der Meisterschaft damit nun endgültig abgefahren. Es zählen nun nur noch Einzelergebnisse!

Der Wolf (i) wird wieder angreifen und  jagen!

Euer Wolfi  

Rennbericht IRRC Hengelo

Nach dem Training in Mettet freute ich mich doch endlich auf den ersten Schlagabtausch mit den Racer Kollegen, denn ich war mir sicher das wir so schlecht nicht aussehen würden. Der Wolf(i) will endlich auf die Jagd gehen!

Auch das Problem mit der Einstellung des Motors sollte keine Schwierigkeiten bereiten, denn mit einem holländischen Rennkollege vereinbarte ich das er Daisy ordentlich einstellt und ich sie dann abholen konnte. Tja, doch damit fing erst alles so richtig an scheiße zu laufen. Irgendwas mag uns dieses Jahr noch nicht- denn Daisy wollte einfach nicht richtig laufen. Der Mechaniker suchte so verzweifelt wie ich dann auch noch. Wir versuchten alles, machten alle Test, tauschten nahezu alles durch aber nichts klappte, nichts brachte eine Verbesserung. In der letzten verzweiflung drehten wir in Quali 2 ein paar Runden, aber das machte keinen Sinn und somit mussten wir schweren Herzens unsere Teilnahme am Hengelo Rennen zurück ziehen. Depriemiert und mit viel Frust im Gepäck traten wir die Heimreise an. Wohlwissend das 2 Wochen später der nächste Event der IRRC anstand und wir keine Ahnung hatten. 

Euer Wolfi  

Trainingsberichte Val de Vienne und Mettet

Endlich war es wieder soweit, die Zeit der warterei und Grüblerei war vorbei- es ging wieder auf die Rennstrecke.

Den Auftakt machten wir wie immer im kleinen beschaulichen Val de Vienne ( West Frankreich). Eigentlich kenne ich die Strecke so gut wie wenig andere auf denen ich fahre, nur mit der 600er bin ich hier noch nie wirklich richtig zum fahren gekommen. Aber so gut wie wir dieses Jahr vorbereitet waren sollte es einfach klappen. Das Wetter spielte uns die ganze Woche auch recht ordentlich in die Karten. Von Anfang  an konnte ich gute Zeiten fahren, fast schon zu schnell auf Betriebstemperatur dachte ich mir. Nun ja, ein kleiner Fehler brachte mir dann auch prompt den ersten Sturz des Jahres ein- egal, reparieren und Dienstag wieder weiter machen. Soweit verlief der Dienstag positiv und ich kam gut voran, bis ich dann ein komisches Geräusch vom Motor vernahm. Also Testtag beendet und den Ersatzmotor einfahren. Gesagt getan und am Mittwoch widmete ich mich dementsprechend lediglich dem einfahren des anderen Motors. Donnerstag und Freitag waren schließlich auch noch gute Tage. Den Donnerstag passierte nichts nennenswertes und ich wollte alles optimal für den Freitag vorbereiten um dann mal auf Zeitenjagd zu gehen. Bei bestem Wetter wollte ich dann im vorletzten Turn "angreifen", hmm nur ist der Motorengott in diesem Jahr nicht auf meiner Seite. Auch der zweite Motor machte plötzlich starke Geräusche und ich musste den Test beenden.

Dem Team und mir blieb nicht viel Zeit um wenigstens einen der beiden Motoren wieder fit zu bekommen, denn der zweite Test in Mettet/ Belgien stand kurz vor der Tür. Zum Glück machten alle ihr best mögliches und es funktionierte. Ich war das erste Mal auf dieser Rennstrecke, ein kleiner "Micky Maus" Kurs der doch Spaß versprechen sollte. Allerdings war es an beiden Tagen sehr kalt und wir entschlossen erst am späten Vormittag raus zu fahren. Der Motor lief, leider aber nur bis 14500 Umdrehungen. Nun, dachte ich mir die muss einfach auf dem Prüfstand sauber abgestimmt werden und dann klappt des schon. Somit fuhr ich die 2 Tage mit Daisy und dem Handicap was uns aber nicht daran hindern sollte an beiden Tagen als Frischling auf der Strecke ganz oben auf der Zeitenliste zu stehen. Tja, auch wir Road Racer können schnell auf der Rundstrecke sein. Sowas zu sehen tut der geschundenen Seele doch schon gut.

Euer Wolfi  

Blogs der Saison 2015

Ulster GP 

Es war eine streßige Zeit im Juli für mich. Ich hatte geplant den Ulster GP zu machen, dann aber eigentlich wieder verworfen denn die Saison lief nicht wie geplant und ich war mir nicht sicher ob es funktionieren würde. Als ich dann aber noch das Angebot von dem lokalen Rennteam McKinstry bekam eine Supertwin zu fahren musste ich alle Hebel in Bewegung setzen um dort teil zu nehmen.  Und die Tatsache das der holländische Sportkollege und Teamchef Tony Wassink ebenfalls mit einem Fahrer und seinem LKW mit großem Zelt dort auch teilnahm erleichterte mir meine Entscheidung ebenfalls.

Nach einem kurzen Männerausflug nach Dänemark am Wochenende, war ich ein wenig müde aber dennoch komplett entspannt und voller Vorfreude auf dieses Event. Also Montag morgens ging es los Richtung Belfast. Zunächst über Köln um Matti den Schrauber abzohlen, danach weiter nach Calais auf die erste Fähre die uns wieder näher ans Ziel bringen sollte. Dienstag früh konnten wir planmäßig auf der Fähre in Liverpool einchecken. 8 Stunden später waren wir endgültig im Bestimmungsland- allerdings noch 25km vom Ziel entfernt. Wir hatten eine gute Überfahrt ohne Problem und mit viel Spaß. Da Tony schon im Fahrerlager war mussten wir nur noch ausladen und ankommen.

Mittwoch- erster Trainingstag! Morgens Anmeldung erledigen und noch Probesitzen auf der Supertwin. Alles lief reibungslos. Technische Abnahme mit Daisy erledigt- naja beim ersten Mal nicht gleich, aber mit den 2 Nacharbeiten hatten wir das auch erledigt. Sehr schön wenn amn sich um relativ wenig kümmern muss, denn Matti nahm mir einiges ab und mit der Supertwin konnte ich mich auf das Team verlassen. Nachmittags ging dann die Trainingsveranstaltung los. Wir waren das Vorletzte und letzte Training am Tag. Zuerst Supertwin dann Supersport. Das Wetter sah nicht so super aus. Als wir dann endlich mit der Twin dran waren sahen die Wolken nicht sehr Vertrauenserweckend aus. Ich war schon nervös, das erste Mal ein neues Motorrad und das Wetter war nicht Perfekt. In meiner zweiten Runde auf dem 12 Kilomter langen schnellsten Straßenkurs der Welt, zogen die Wolken so sehr zu- ich konnte teilweiße nur noch 50 Meter sehen. Logischerweiße wurde das Training abgebrochen- leider auch das komplette weitere Training.

Donnerstag- Trainingstag 2 und Rennen Dundrod.  Gleiche Prozedur wie schon am Mittwoch- technische Abnahme und warten bis die Veranstaltung los ging. Es sah nach einem guten Trainingstag aus, vom Wetter zumindest. Der Trainingsablauf war diesesmal zunächst die Supersport und dann die Supertwin. Es machte mir sehr viel Spaß, ich kam ordentlich zu Recht und hatte eine sehr nette Gesellschaft der Road Racing Stars. Und ich merkte auch wie sehr ein Stein bei TopSpeed 275km/h am Oberarm schmerzen kann. Naja, ich wollte mich eigentlich in den Top 35 behaupten, aber mit Platz 38 war ich nicht so weit weg. Nun noch das Supertwin Training und eigentlich das erste Rennen mit der Supertwin. Klar wollte ich mich gut präsentieren, ich hatte versucht alles aus der kleinen Maschine rauszu holen was ging, aber mehr als Startplatz 20 war leider nicht drin. Ich war damit aber durchaus zufrieden. Ja und es gab ein paar Kleinigkeite die das Team McKinstry noch erledigen musste damit wir gerüstet sind für das erste Rennen. Doch ein Chaotischer Rennverlauf der anderen Rennen machte es unmöglich unser Twin Rennen noch zu starten.

Freitag- endlich ein freier Tag. Klar konnten wir etwas entspannen dadurch das die Trainings nicht vor Mittag los gingen aber es ist doch schön wenn man am Abend ein/zwei Bier mehr trinken kann und dann einen kompletten Tag hat um zu entspannen und das Bike für die Rennen vorzubereiten.

Samstag- Hauptrenntag. 80000 Zuschauer, Helikopter Live Übertragung und jede Menge anspanung sowie Adrenalin- das sind nur ein paar Punkte was ein Ulster GP Race ausmachen. Es sollten 3 Rennen für uns sein- 2 mit Daisy und 1 mit der Twin. Anders wie bei anderen Rennen gibt es hier nur die Runde aus der Box in die Startaufstellung und dann das Strartprozedere mit folgendem Start in das 6 Runden Rennen. Ich fühlte mich wohl und war voller vorfreude. Mit der Startgruppe 3 sollte ich auf die Reise gehen können. Ja, es gibt mehrere Startgruppen- 60 Fahrer zur gleichen Zeit auf die erste Ecke loszuslassen ist viel zu Gefährlich! Mein Start war alles andere als gut, aber egal- einfach weiter machen und Spaß haben. Mit zunehmendem Speed merkte man die Bodenwellen und Schläge noch intensiver als davor. Allein schon davon könnte man erschöpft gewesen sein. Zum Glück war ich körperlich in einer guten Verfassung. Zielstrich, Platz 23! Wow, genial wars auch wenn ich auf den letzten Metern merkte das meine Wassertemperatur extrem hoch war. Nun gut wir hatten etwas Zeit für das Rennen 2. Mit schrecken sah ich das mein Kühler einen Steinschlag abbekam und wir den schnell tauschen mussten. Mit dem Techniker von Öhlins schloß ich mich nochmals kurz was man gegen die Fahrwerksunruhen tun konnte, sein Tipp war Gold Wert. In das zweite Rennen startete ich mit Daisy genau so schlecht wie in Rennen 1. Aber diesesmal konnte ich wesentlich entspannter das Tempo fahren und war gut mit dabei, ich lag auf Platz 21- allerdings wurde dann abgebrochen und die Runde zuvor gewertet, da war ich auch wie in Rennen 1 auf Platz 23. Super, 2 großartige Ergebnisse und einen Rundendurchschnitt von 192 km/h! So, nun noch einmal mit der Twin das ganze. In der Runde in die Startaufstellung fing es an zu nieseln, teils mehr, teils nichts. Da ich ziemlich als erstes in der Startaufstellung war entschied ich mich schnell dazu die Reifen auf nass zu wechseln weil das meiner Meinung nach die einzige Richtige entscheidung war. Die Jungs machten einen super Job und wechselten in der Zeit die Räder. Und wie sie fertig waren mit Räderwechsel regnete es richtig. Puh, dache ich mir- Regen und noch nicht ein Rennen mit dem Teil, aber wird schon. Um die miesen Start komplett zu machen sollte es nun auch nicht besser werden. Ich ging es verhalten an und ließ mich nicht beirren. Ich wollte ein braves anständiges Rennen ins Ziel bringen und kein unnötiges Risiko eingehen. Somit konnte ich einen nicht für möglich geglaubten Platz 14 ins Ziel bringen. Ich war zufrieden, das Team war zufrieden und vorallem auch der Teamchef war zufrieden. Damit hatte ich schon die Einladung für 2016 auch wieder im Sack. Geil wars, aber nun gings dann ans einpacken- die Abendfähre wartete nicht auf uns.  An Board der Fähre ließen es Matti und ich bei einem ordentlichen Abendbrot richtig gut gehn und die Zeit reflektieren.

 

 

Euer Wolfi  

IRRC Lauf 4 Chimay 

 

In Chimay konnte nur das Ziel sein endlich in die Top Ten zu fahren. Nach dem Crash in Oostende tauschte ich vorsichtshalber den Motor und konnte nun mit meinem Rennmotor antreten. Eine Woche vor Abfahrt zum Saisonhighlight Ulster GP wollten wir nochmal alles testen, durften uns aber keinen Sturz oder sonstiges erlauben.

Anderst wie bei den anderen IRRC Läufen hatten wir schon ein Zeittraining am Freitag. Dieses konnten wir bei guten Wetter bestreiten. Ich war nach 2013 (an dem ich leider nur 5 Runden fahren konnte) das erste Mal wieder dort. Und ich hatte wie auch schon in Oostende Spaß am fahren. Am Ende Startplatz 10- vorläufig. Nun ja am Samstag hatten wir mit dem Wetter absolut kein Glück. Im zweiten Zeittraining regnete es stark und die Sicht war alles andere als überragend. Deswegen entschied ich mich lieber nochmal ne Runde mich zu entspannen und auf den Nachmittag zu hoffen. Joa, es trocknete etwas auf, aber es war ein Mix aus trocken und nass- nicht einfach zu fahren. Die Startplätze waren vergeben- von Freitag, also Startplatz 10. Das halbe Fahrerlager traf sich dann noch Abends in der Stadt auf ein gemütliches Bier in der Rennkneipe dort.

Meine Taktik für den Renntag war einfach- Spaß haben und endlich in die Top Ten fahren. Der Start war OK, ich hatte ein hartes Duell mit dem schwedischen Rennkollegen (Video in der Galerie, schauen lohnt sich!). Am Ende mit einer beherzten Schlussrunde sicherte ich mir Platz 10 Gesamt!

Was also im ersten Rennen gut funktionierte sollte dann im Zweiten Rennen auch funktionieren, dachte ich mir zumindest. Allerdings machte mir und dem restlichen Fahrerfeld einen dicken Strich durch die Rechnung. Regen, regen regen. Es ging soweit gut, aber ich fühlte mich nicht sehr wohl im Regen. Das kam wohl durch die beiden Stürze vom April bei den 1000km Hockenheim. Nichtsdestotrotz unterlief mir kein Fehler und ich fuhr mein Rennen, am Ende Stand wieder ein 10ter Platz zu buche.

Damit können wir weiter machen und drauf aufbauen.

 

Euer Wolfi  

IRRC Lauf 3 Oostende 

 

So wie die Saison angefangen hatte konnte es nicht weiter gehen. Ich war nicht zufrieden mit meiner Leistung. Intensiv widmete ich mich im Vorfeld der Vorbereitung für das letzte Straßenrennen in Oostende. Schade, denn der Kurs wird einem Luxuswohngebiet weichen müssen.

Nun aber zum sportlichen Teil. Zusätzlich zur IRRC meldete ich mich für den nationalen belgischen Cup. Und vom ersten Traininig an fühlte ich mich wohl auf dem Motorrad. Hatte Spaß am fahren und konnte mich ordentlich präsentieren. Mit jeder Änderung am Fahrwerk oder Motor konnte ich etwas mehr Sicherheit erlangen und auch mal ein Hinterrad der schnellen Fahrer suchen bzw dran bleiben. Vor dem letzten Zeittraining der IRRC hatten wir eine halbe Sekunde Rückstand auf die Top 6. Ich fühlte mich bereit um dort hin vorzudringen. Tja, nach ein paar Runden passierte es dann ein unnötiger Unfall, aber nun ja das passiert eben. Leider konnte ich die Rennen nicht bestreiten, denn mein Motor machte starke Geräusche und ich wollte ihn nicht unnötig zerstören. Anyway, ich bin zufrieden gewesen mit den Trainings. Wir wissen jetzt wo wir hingehören! Und in Chimay machen wir dort weiter. 

 

Euer Wolfi  

IRRC Lauf 2 Oss 

 

Nun, direkt am darauffolgenden Pfingstwe ging es für uns ins niederländische Oss. Im Vorjahr mochte ich die Strecke nicht sehr.

Es waren anfangs schwierige Gripverhältnisse mit denen ich doch recht gut zu Recht kam. Leider hatten wir im Quali 2 kleinere Motorenprobleme und sind somit von Startplatz 11 auf 15 abgerutscht.

Da Sonntagnachmittag ein Langstreckenrennen statt fand konnten wir Daisy optimal auf die 2 Montagsrennen vorbereiten. Allerdings macht uns nächtliches Nieseln einen Strich durch die Rechnung und es war ein Reifenpoker angesetzt.

Zunächst wechselten wir auf komplett Regenreifen, ehe dann ca. 30 min vor unserem Rennstart die Sonne rauskam. Noch vom Vorjahr wusste ich, dass die Strecke sehr schnell trocknet wenn erstmal Sonne da ist. Kurz entschlossen wechselte ich den Hinterreifen auf trocken zurück- 5 min bevor die Boxengasse öffnete. Und noch in der Besichtigungsrunde bereute ich etwas meine Entscheidung- es war nasser als ich gehofft hatte. Somit musste ich verhalten Starten und vorsichtig in den ersten Runden zu werke gehen. Auf Platz 20 dümpelte ich vor mich hin ehe zu Rennmitte des 9 Rundenrennen meine Zeit kam und ich einen Konkurrenten nach dem anderen überholen konnte, am Ende P12 mit Punkten für P10. Tja, noch 9 Runden mehr und ich wäre in den Top 5 gewesen...

Zum Zweiten Rennen änderten wir nicht viel. Es war nicht mein bestes. Ich fand in keinen Rhytmus und hatte kein Gefühl dafür wie ich pushen kann oder nicht. Mit Platz 15 im Ziel und Punkte für P 13 bin ich alles andere als zufrieden. Sogar enttäuscht.

Den Kopf hängen zu lassen bringt nichts, ich arbeite weiter daran der Spitze näher zu kommen. Vom 19.-21. Juni sind wir (die IRRC) zu Gast an der belgischen Nordseeküste. Dort gilt es den Gesamtrang 12 zu verbessern. Damit das gelingt fahre ich zusätzlich noch um Fahrpraxis zu bekommen in der belgischen Supersportmeisterschaft mit.

 

 

Stay tuned it get´s better #53

 

Euer Wolfi  

Czech Road Racing Horice

An Himmelfahrt waren wir zum legendären Rennen "300 Kurven von Gustav Havel" im tschechischen Horice. Nach 2 Siegen in der 250er Klasse wollte ich diese auch 2015 wiederholen- doch es ist schnell erzählt: mit vielen technischen Problemen gelang mir lediglich Startplatz 6. Ein schlechter Start brachte mich schon von Anfang an in eine miserable Ausgangslage um mit um den Sieg zu kämpfen. Dies begriff ich recht schnell da das Motorrad auch nicht perfekt war. Tja, ich versuchte den 3ten Platz ins Ziel zu bringen, aber nach 4 Runden musste ich leider aufgeben- wieder ein technischer Defekt.

Nun ja, ich wollte mich ja auf die 600er Klasse konzentrieren. Ich steigerte mich von Training zu Training und fühlte mich immer wohler- Startplatz 13. Die Aussichten auf ein TOP TEN finish waren also gegeben. Wir hatten sehr gutes Wetter am Renntag. Mein Start war solide und ich hatte zunächst den Anschluß an die Gruppe vor mir. Dennoch fand ich nicht zu 100% ins Rennen und somit entstand eine Lücke. Ein schwerer Sturz unterbrach das Renngeschehen für eine gute Stunde. Es wurde über eine Renndistanz von 5 Runden neu gestartet. Diesesmal gelang mir ein nahezu perfekter Start und ich konnte direkt in den Top Ten mitfahren. Zwar kam ich als 11ter ins Ziel, aber bei einem Fahrerfeld deren Leistungsdichte so hoch ist und mit über 40 Teilnehmern hartumkämpft ist bin ich sehr zufrieden damit!

IRRC Lauf 1 Hengelo

Wie ein kleines Comeback,

 

so könnte die Überschrift zu meinem ersten Saisonrennen am vergangenen WE lauten. Juni 2014 war das letzte Rennen für mich auf einem Straßenkurs. Das erste mal im Sattel saß ich ja bereits am Ostersamstag aber das war bekanntlich nicht der Knüller.

Nun ja, Hengelo/ NL stand auf dem Programm- eine Strecke die ich mag, aber mich auch bereits im Vorjahr zu beginn verletzt habe.

Dementsprechend war ich zurückhaltend und wollte maximalen Spaß haben und das Gefühl für Daisy wiederzufinden, sowie das gegenseitige Vertrauen wieder aufbauen. Mit den Qualis konnte ich soweit zufrieden sein. Wir hatten keine technischen Probleme, haben die Balance angepasst und ich kam zurecht. Mit Startplatz 16 in dem 30 Fahrer umfassenden Feld waren wir sicher im Mittelfeld, dennoch aber nicht da wo wir hingehören.

Sicherlich war ich etwas betrübt ob dem Rückstand, aber auch zuversichtlich das ich mich verbessern kann. Das Team bereitete Daisy optimal vor und wir probierten noch eine änderung am Fahwerk aus.

Mit dem Wetter hatten wir bereits Samstags Glück und Sonntags ebenso. Zwar standen zu den Rennen die grauen Wolken über dem "Varsselring" dennoch blieb es trocken.

 

Rennen 1: Der Start war in Ordnung, ich hielt mich auch zurück in der ersten Runde. Dies bezahlte ich allerdings damit das die Gruppe vor mir (bis P8) ein wenig weg kam und eine Lücke entstand. Ich versuchte dies zuzufahren was mir auch nahezu gelang. Bei dem Versuch noch schneller heranzufahren verbremste ich mich allerdings und musste durch den Notausgang. Somit war das Rennen gelaufen und ich kam auf P13 ins Ziel.

 

Für Rennen 2 änderten wir nichts am Motorrad, denn an Daisy lag es definitiv nicht. Ich bin noch in den schnellen Passagen zu blockiert im Kopf, allein das kostet ca. 2- 2,5 Sekunden pro Runde!

Nun ja, ich ging etwas aggressiver in die erste Runde und konnte mich direkt hinter die gleiche Gruppe wie in Rennen 1 setzen. Ich sah ich konnte mitfahren, allerdings verlor ich wieder etwas an Boden in den schnellen Ecken. Ich versuchte alles um dranzubleiben um eventuell Fehler der anderen auszunutzen. Machte aber selber 2 Runden in denen ich einfach mal kurzzeitig nicht voll Konzentriert war und schon war ich außer Reichweite. Am Ende ging P11 in Ordnung. Das ist wohl derzeit das Maximum und geht voll in Ordnung. Ich werde jetzt weiter daran arbeiten und mich wieder nach oben arbeiten.

 

Keine Zeit um traurig zu sein- schon am Himmelfahrts WE sind wir in Horice/CZ zum ersten Rennen des Czech Road Racing Cup. Diesesmal mit der 600er und der 250er

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© Wolfgang Schuster